"Ich bin die, die da ist": Hildegard Aepli, Theologin aus St. Gallen

Shownotes

Leben zwischen zwei Fenstern

Was verbindet den Schweizer Nationalheiligen Bruder Klaus mit einer fast vergessenen Frauengestalt des frühen Mittelalters? Mehr, als man auf den ersten Blick vermuten würde. In der neuen Folge von Bruder Klaus – der Podcast steht die heilige Wiborada im Mittelpunkt – und mit ihr eine Lebensform, die radikaler kaum sein könnte: die bewusste Entscheidung, sich ganz Gott und den Menschen zu widmen.

Zu Gast bei Thomas Philipp Reiter ist die Schweizer Theologin Hildegard Aepli aus St. Gallen. Seit Jahren setzt sie sich dafür ein, das Vermächtnis der heiligen Wiborada neu ins Bewusstsein zu rücken. Mit dem Projekt «Wiborada 2021–2026» erinnert sie an die erste Frau der Kirchengeschichte, die offiziell heiliggesprochen wurde – und an eine Persönlichkeit, die trotz ihrer Bedeutung in der Schweiz heute weitgehend vergessen ist.

Wiborada lebte vor rund 1000 Jahren als Inklusin bei der Kirche St. Mangen in St. Gallen: freiwillig zurückgezogen und eingemauert in einer kleinen Zelle – und zugleich mitten in der Welt. Durch zwei Fenster blieb sie mit ihrer Umgebung verbunden: eines zur Kirche, eines zu den Menschen. Von dort aus hörte sie zu, beriet, betete und wirkte weit über die Mauern ihrer Klause hinaus. Der Überlieferung nach warnte sie rechtzeitig vor einem Überfall der Ungarn und rettete damit Menschenleben sowie wertvolle Handschriften der Stiftsbibliothek. Hier zeigt sich auch die Parallele zu Bruder Klaus. Beide entschieden sich für ein radikales Leben zwischen Rückzug und Präsenz, zwischen Kontemplation und Verantwortung für andere. Bruder Klaus lebte in seiner Ranftklause ebenfalls buchstäblich «zwischen zwei Fenstern»: eines zur Kapelle und zum Gebet, das andere zur Welt und zu den Menschen, die seinen Rat suchten. Wiborada und Bruder Klaus zogen sich nicht aus der Welt zurück, um ihr zu entfliehen – sondern um ihr auf neue Weise nahe zu sein.

Diese geistige Nähe zeigt sich auch an einem konkreten Ort: In der Herz-Jesu-Kirche St. Georgen begegnen sich die heilige Wiborada und der heilige Niklaus von Flüe gleich mehrfach. Mehrere Darstellungen der beiden Heiligen sind dort nebeneinander zu sehen – ein eindrückliches Bild für zwei Menschen, die über Jahrhunderte hinweg eine ähnliche spirituelle Haltung verkörpern: Rückzug nicht als Weltflucht, sondern als besondere Form der Nähe zu Gott und den Menschen.

Wie fühlt sich ein solches Leben an? Um dieser Frage nachzugehen, liess sich Hildegard Aepli selbst für eine Woche in eine moderne Nachbildung von Wiboradas Zelle bei St. Mangen einschliessen – als erste Person überhaupt. Im Podcast erzählt sie eindrücklich von Stille, Konzentration, Begegnungen und der überraschenden Aktualität eines fast tausendjährigen Lebensentwurfs.

Die neue Folge von Bruder Klaus – der Podcast lädt dazu ein, eine aussergewöhnliche Frau neu zu entdecken – und darüber nachzudenken, was ein Leben «zwischen zwei Fenstern» heute bedeuten kann.

Mehr zu Wiborada in Sankt Gallen: www.wiborada.sg

Ein anderer Podcast mit Thomas Philipp Reiter über die Heilige Wiborada: https://open.spotify.com/episode/1PUcxKfzWY2HKyyRNYvcl2?si=RY17Xt9rTq-EFRlQwgYL_w

Transkript anzeigen

00:00:00: Diese Frau war zehn Jahre lang einfach da für diese damalige Stadt und wir wissen aus den Wieten, dass sie wirklich eine Coaching, eine Beraterin war.

00:00:12: Da kamen die Mönche, da kam der Ab, da kommen Arme, Frauen aber auch ein Fürst ist genannt.

00:00:19: also Sie mussten da ein Leben gelebt haben das eine Ausstrahlung hatte.

00:00:24: Bruder Klaus – Der Podcast Ein Gespräch über den heiligen Nikolaus von Flühe seine Frau Dorothe und warum man auch heute noch an ihn glauben

00:00:32: kann.

00:00:33: In dieser Folge haben wir eine besonders engagierte Gesprächspartnerin zu Gast, Hildegard Appley – eine Schweizer Theologin aus St.

00:00:42: Gallen die sich einer der faszinierendsten und lange vergessenen Frauengestalten der Schweizer Kirchengeschichte wird mit, der heiligen Viborader!

00:00:53: Hildegard Appley arbeitet seit Jahrzehnt zwölf im Pastoralamt des Bistums Sankt Gallen und ist Seelsorgerin der Kathedrale.

00:01:02: Sie ist aber vor allem bekannt für ein könes Projekt, in dem sie im Jahr-zweifel von Jahrzehn bis Zehnt sechsechsundzwanzig ins Leben gedenk Jahre für die erste Frau, die überhaupt kanonisch heilig gesprochen wurde.

00:01:19: Viborada lebte vor etwa eintausend Jahren als Inklusin, also eingemauert in einer Zelle an der Kirche Sanktmangen.

00:01:26: Was für eine Frau!

00:01:28: Sie warnte ihr Kloster vor einem Überfall der Ungarn, rettete Mönche, Menschen und die kostbare Stiftsbibliothek….

00:01:36: Und trotzdem ist sie in der Schweiz weitgehend vergessen – ganz anders als Bruder Klaus — ein Skandal für Hildegard Appley.

00:01:45: Wie geht man damit um?

00:01:46: Man lässt sich selbst eine Woche lang in eine solche Zelle sperren.

00:01:50: Und genau dies hat Hildegard Epli getan.

00:01:53: Am Kirchengebäude Sankt Mangen befindet sich noch eine moderne Nachbildung von Viboradas Zelle und Hildegaart war die erste, die sich dort einschließen ließ.

00:02:03: sie erzählt was sie dort erlebt hat und wie man ein fast tausendjähriges Vermächtnis wieder entdeckt.

00:02:25: Heute bei Bruder Klaus der Podcast haben wir Eplie zu Gast und Hildegard Epli kennen viele in der Schweiz, in Verbindung mit einer Heiligen.

00:02:37: Mit der heiligen Viborader.

00:02:39: Herzlich willkommen, Hildengard Eppli!

00:02:43: Ja, Vibrada ... Sie kennt es... Ich kenne das inzwischen auch, kannte sie vorher nicht.

00:02:49: aber vielleicht für alle Hörerinnen und Hörern die noch nie was von Vibora da gehört haben.

00:02:55: Erklären Sie doch mal

00:02:58: Ja, wir gehen mit Irins frühe Mittelalter.

00:03:01: Sie hat wahrscheinlich so achthundertfünfundachtzig bis neunhundertsechsunzwanzig gelebt und die letzten vierzehn Jahre ihres Lebens hier in St.

00:03:11: Gallen.

00:03:12: Und das Erstaunliche ist sie ist die erste offiziell heiligesprochene Frau der Welt und Das weiß niemand.

00:03:25: Warum weiß das niemand?

00:03:29: Ja, ich sage jetzt vergesse eine Frauengeschichte.

00:03:33: Sie taucht immer mal wieder auf hier wenn man sie in die Geschichte zurückblättert.

00:03:39: vor hundert Jahren war das Tausendjahr Jubiläum seit ihrer Ermordung.

00:03:43: da gab es Aktivitäten und dann aber ist sie wieder untergetaucht.

00:03:50: und ich glaube eine wichtige Sache.

00:03:52: warum sie auch schwierig so Schwierig ist sich hier anzunernen ist weil sie eine Lebensform gewählt hat, die wir heute kaum nachvollziehen können.

00:04:04: Sie war Inklusen, hat sich einschließen lassen an einer Kirche in St.

00:04:09: Gallen?

00:04:09: Wie war das damals?

00:04:13: Ja diese Form der Inklusion, inklusen waren schon damals eine kirchliche Form.

00:04:23: Das heißt sie war nicht nonne also nicht in einem Kloster angeschlossen und sie war sich entschieden für eine Zelle angebaut, an der Kirche Sankt Mangen mit einem Fenster nach außen wo sie versorgt wurde.

00:04:41: Die konnte wirklich nicht raus.

00:04:42: Diese Zelle hatte keine Tür und mit einem fenster zur Kirche hinein.

00:04:47: da konnte sie am Gottesdienst teilnehmen.

00:04:51: Und ja, das war gar nicht so singulär.

00:04:53: Diese Lebensform gab es tatsächlich und im Anschluss an ihr Leben hier gab es in St.

00:04:59: Gallen bis zur Reformation eine lebendige Tradition von weiblicher Spiritualität in dieser Form gelebt.

00:05:09: Trotzdem muss ich mal fragen also was wird damals der Antrieb gewesen sein einer jungen Frau so radikal sich von der Welt abzuwenden?

00:05:20: Gab's dann entscheidendes Erlebnis?

00:05:22: oder was weiß man über ihre Lebensgeschichte?

00:05:28: Es gibt zwei Wieten und die erste ist so vierzig Jahre nach ihrem Tod geschrieben worden.

00:05:36: Wir können der Vita entnehmen, dass eine ihrer Märkte sich als alte Frau erinnert hat und einen Mönch aus dem Kloster Sankt Gallen von dieser Viborada erzählt hat.

00:05:47: In dieser Vita gibt es so Spuren, aber das sind ja alle typologische Geschichten und das ist schwierig zu sagen.

00:05:54: Es war so oder so die Vita erzählt Auf einem Kirchgang mit ihren Eltern sei Viborada vom Pferd gestiegen oder aus der Kutsche gestiegen, habe ihr Geschmeide abgeworfen.

00:06:07: Ihre Schuhe ausgezogen und gesagt von heute an gehe ich nur noch zu Fuß- und Barfuß und sicherlich lässt sie sich da in die Brautschau organisiert von ihren adeligen Eltern involvieren oder ja

00:06:23: verwickeln.".

00:06:24: Also Sie kamen aus Adelig im Haus?

00:06:26: Das muss so gewesen sein.

00:06:28: Sonst wäre es gar nicht möglich, dass wir ihre Geschichte kennen.

00:06:32: Sie hatte zwei Märkte – das ist das Spannende!

00:06:34: Wir wissen sogar die Namen dieser Märkte, Kebeni und Berterath.

00:06:39: Und da sind schon Hinweise darauf, dass sie aus diesem adligen Stand stammte wahrscheinlich aus dem heutigen Turgau.

00:06:48: Da gibt's so die Altenburg- und in der Nähe noch ein Schloss mit einer Viboraderkapelle.

00:06:58: Hat sie sich einschließen lassen und von dort bis zur Heiligkeit ist es ja noch ein Weg?

00:07:07: Ja, vor dem Einschliessen muss er sich vier Jahre lang prüfen.

00:07:12: Und Sie befinden sich jetzt an diesem Prüfplatz hier in Sankt Jörgen, Sanktrellen.

00:07:18: Da wohnte sie mit ihren Mägnen in einer so rückst... Rückzugszelle des Abtes vom Kloster Sankt Gallen.

00:07:26: Und nach diesen vier Jahren fiel dann die Entscheidung, sie will diese Form als Inklusin leben und von Pfingsten, neunhundertsechzehn bis zu ihrem Todestag der erste Mai, also offiziell ist es der zweite Mai.

00:07:45: neunhunterzechsundzwanzig lebte sich hier als Inklusion Und bis zu ihrer Heiligesprechung verdauerte es dann noch bei hundertzwanzig Jahren rund.

00:07:57: Ja, und das Spezielle ist, es gab um diese Erd... Tausend Wände herum gab es dann eben die Stimmen, die das Heilig werden nicht mehr so der Volksfrömmigkeit überließen.

00:08:11: Also wo überall die Volksmengen hinströmten da ist dann jemand heilig sondern es gab da offenbar Dinge zu regeln.

00:08:19: und das hat dann rum getan.

00:08:23: Und der Bischof Ulrich von Augsburg ist ja der erste offiziell heiligesprochene Mann.

00:08:30: Er hatte eben auch mit St.

00:08:31: Gallen zu tun, er war hier Klosterschüler und die Vita erzählt, er ließ sich von Viborada beraten und er hat auch entscheidende Anstöße gegeben dass diese Vita dann irgendwann geschrieben wurde.

00:08:49: dann nahm der Weg seinen Lauf.

00:08:51: Ich meine, die Viborada hat ja doch ziemlich einen Einfluss gehabt auch auf das Selbstverständnis in St.

00:09:01: Gallen.

00:09:02: was glauben Sie?

00:09:03: Warum ist VibORADA bis heute noch so präsent?

00:09:13: Wir entdecken sie schrittweise über unser Projekt.

00:09:21: Wir haben ihre Zelle nachbauen lassen.

00:09:26: Es gab in diesen Jahren jetzt fünfunddreißig Menschen, die sich für je eine Woche wie Vibrada einschließen ließen.

00:09:35: und über diese ganzen Erfahrungen sind wir an das ... an die Kraft, an die Ausstrahlung, an der Größe dieser Frau so herangekommen, weil man ja schnell hängen bleibt.

00:09:54: Ja eingeschlossen leben das.

00:09:55: wenn interessiert dass es kann kein mensch was soll das sein?

00:09:58: also da sagen mir sogar ältere Menschen aus sankt georgan die hier den erinnerungsort haben sagt na mit der wollte ich als mädchen nichts zu tun haben.

00:10:09: das war keine perspektive für mich und das ist oft Aussage so ein krasses Leben so ein abstruses lebender.

00:10:18: Aber es ist dann ein guter Link zu Bruder Klaus, oder?

00:10:21: Diesen Menschen sage ich dann ja und wie ist das jetzt mit Bruder Claus.

00:10:25: Ist auch krass und abstrus was er entschieden und gelebt

00:10:28: hat.

00:10:30: Ja ist interessant.

00:10:31: wir kommen auf jeden Fall auf Bruder klaus noch zu sprechen.

00:10:33: aber im Moment würde ich gerne mal bei Viborada bleiben weil das ist ja so ein bisschen ihr zentrales Projekt.

00:10:40: Sie haben's grad schonmal beschrieben.

00:10:41: Wir müssen für die Hörerinnen und Hörern nochmal kurz erklären an der Kirche in Sankt Geilen, wo die Zelle nachgebaut wurde.

00:10:52: Wie das aussieht?

00:10:53: Ich meine, die Kirche ist eine gut erhaltene romanische Kirche im Stadtzentrum von Sankte Geilen und dort gibt es eben jetzt sozusagen angepflanzt an einer Seite.

00:11:05: Gibt es tatsächlich einen Raum.

00:11:07: Nun ist da aber ne Tür mit also wahrscheinlich anders als früher Schlicht aber auch gemütlich irgendwie.

00:11:19: das hatte glaube ich auch mit dem licht zu tun.

00:11:20: Ich habe es mir ja mal angesehen, ich war vor zwei jahren Mal da als sich jemand hat einschließen lassen und draußen war schlechtes wetter.

00:11:27: drin brannte licht.

00:11:28: Da war eine dame der ältere die mir ein stück Brot angeboten hatte dass sie selber bekommen hatte.

00:11:33: da kommen also menschen vorbei Die dann den eingeschlossenen auch auch lebensmittel bringen.

00:11:39: Also man ist dann nicht völlig alleine.

00:11:40: Das war ja mit Sicherheit bei vibrada anders wie.

00:11:45: Was macht denn für Sie, Frau Epli, die Faszination aus?

00:11:49: Warum sie Liberada zu ihrem Herzensprojekt gemacht haben.

00:11:56: Ja... was soll ich beginnen?

00:12:00: Am Herzen!

00:12:01: Ja genau also eine Entdeckung war ja selber die erste eingeschlossene.

00:12:08: Eine große Überraschung war in dieser Woche kamen hundertsiebeneunvierzig Menschen an meinen Fenster nach außen und das war ja nur zweimal eine Stunde am Tag offen, einmal nach dem Mittagessen und einmal vor dem Abendgebet.

00:12:26: Das hat mich schon so total überrascht also die Resonanz, die wir da ausgelöst haben mit diesem Projekt.

00:12:35: dann war für mich dieses Wort diese Frau war zehn Jahre lang einfach dafür diese damalige Stadt Und wir wissen aus den Wieten, dass sie wirklich eine Coaching, eine Beraterin war.

00:12:51: Da kamen die Mönche, da kam der Ab, da kommen Arme, Frauen aber auch ein Fürst ist genannt.

00:12:58: also Sie mussten da ein Leben gelebt haben das eine Ausstrahlung hatte und so in dieses... Die Vibrator-Vardi, die da ist.

00:13:10: Das ist mir so eingefahren wegen einer Freundin.

00:13:14: die kann mich in dieser Woche genau nicht besuchen.

00:13:18: Und als sie mich dann danach, als wir uns trafen in der Stadt sagte sie, Hildegard ich möchte dass du immer in dieser Zelle bist.

00:13:28: Genau!

00:13:29: Dann habe ich gesagt Judith spinst und habe aber über ihren Satz nachgedacht.

00:13:37: das ist eine Historikerin.

00:13:38: warum sagt ihr mir einfach so platt heraus ich will dass du wie Viborada, oder?

00:13:45: Und da dämmerte es mir was heißt es da zu sein und das heißt sieben mal vierundzwanzig Stunden da sein.

00:13:55: Ich merkte ich war in dieser Woche als eingeschlossene die einzige Person im Ganzen in ganz Sankt Gallen von der man wusste, die ist da!

00:14:06: Und ich könnte da vorbeigehen...die ist da.

00:14:10: Das ist mir einfach...das ist mir so eingefahren Und das hat mir natürlich sofort auch die biblische Verbindung mit sich gebracht, dass der erste Name den Gott sich selber gibt.

00:14:27: Mose am Brennen Dornbusch geoffenbart ist – ich bin da!

00:14:31: Ich bin der oder ich bin die, die da

00:14:33: ist.".

00:14:39: Da kam ich mit meinem Nachdenken über Viborada, da fielen einige Dinge weg oder da merkte ich, da kamen wir zum Wesentlichen von dieser Frau heran.

00:14:49: Sie war da und ein wichtiges Erkenntnis für mich war auch... Ich hatte in jener Woche weder Computer noch Handy noch Radio noch eine Zeitung keine Information.

00:15:01: aber über das offene Fenster habe ich alles erfahren was in jender Woche so los war in der Welt, in den Nähern und weiter.

00:15:12: Und das hat mir dann auch so mein Nachdenken gelenkt mit der Frage ja wieso konnte sie denn Ungarn-Einfall neunhundertzechundzwanzig tatsächlich geschehen ein Jahr vorher vorhersagen?

00:15:32: Ich dachte mir Ja!

00:15:33: Sie hat an ihrer Zelle alles erfahren Mann hat auf sie gehört.

00:15:39: Der Abt von St.

00:15:40: Gallen hat auf ihre Warnung gehört, die sie ausgesprochen hat und als diese Ungarn tatsächlich kamen war die Stadt St.

00:15:49: Gallen leergefegt Die Mönche in der Fluchtburg, die wichtigsten Handschriften für unser Weltkulturerbe maßgeblich wichtig.

00:15:59: Auf der Insel reichen auch die Menschen in den Wäldern Und Vibrata blieb in ihrer Zelle Erschlagen.

00:16:11: Das ist ja wirklich eine faszinierende Geschichte des zehnten Jahrhunderts.

00:16:18: Wir finden jetzt mal den Dreh zu Bruder Klaus, der ja wesentlich später aufgetreten ist.

00:16:27: Aber es gibt natürlich schon Parallelen diese Suche nach der inneren Einkehr und dieser Tätigkeit als Wichtiger Impulsgeber und Beraterin.

00:16:40: Jetzt stelle ich mal eine Frage an Sie als Schweizerin, warum ist dann eigentlich nicht Viborada die schweizerische Landespatronen sondern Bruder Klaus?

00:16:52: Ja, das ist doch die beste Frage.

00:16:54: Die es gibt!

00:16:56: Das hat mit Frauengeschichte zu tun.

00:16:59: also wenn wir schauen wie sie rezipiert wurde dann war sie auch eine Zeit lang eine Hexe und ja all das Zeugser der großartige Fraueng Geschichte hatte es eben immer noch schwer ihren Stand zu bekommen sich zu behaupten.

00:17:17: Also hier in der Stadt sind vor allem die großen Statuen Gallus und Ottmar natürlich, die Begründer.

00:17:23: Und dann die Vibrada.

00:17:24: zum Beispiel in der Kathedrale kommt sie im zentralen Kuppelbild nicht mal vor.

00:17:29: Sie ist an die Seite hat sie es geschafft.

00:17:32: als Patronin der Bücher aber als jene die diese Stadt bewahrt hat scheint sie nicht auf.

00:17:39: und das ist da leben wir jetzt sagen für St.

00:17:44: Gallen leben wir mit einem.

00:17:49: Welches Wort passt jetzt da?

00:17:50: Ich sage mit einem geschlossenen Auge für unsere Geschichte.

00:17:55: Wir leben nur ein eindimensionales Geschichtsbewusstsein über diese Männerreihe, die auch wichtig ist aber die Frauengeschichte da gehört wesentlich mit ihrer Kraft und Aussage.

00:18:15: Es ist ja keine Legende, die Vibrada.

00:18:18: Sie ist eine historische Frau und das muss sich ändern.

00:18:23: Sie sprechen im Präsenz?

00:18:24: Sie sagen wir leben mit einem geschlossenen Auge wenn es um Vibrata geht gerade im Vergleich mit Bruder Klaus oder anderen Männern der Geschichte... Ist das heute immer noch so oder ist das ein Versäumnis der Vergangenheit dass jetzt auch durch ihre Arbeit Korrigiert wird.

00:18:47: Ja es ist jetzt in diesen sechs Jahren viel geschehen, als wir das Projekt begannen, im Jahr zwanzig-einundzwanzig wurde ich gefragt, was war warum jetzt Viborada?

00:18:57: Da habe ich gesagt keine Ahnung weil jetzt die Idee kam und jetzt zwanzich sechzehnzig haben wir Jubiläumsjahr.

00:19:06: Wir haben am zweiten Mal gefeiert.

00:19:08: Jetzt merke ich Es brauchte für die Aufarbeitung mit dieser Geschichte, diese ganzen Jahre.

00:19:15: Dass diese Frau die Chance bekommt langsam in unserer Bewusstsein und unsere DNA anzudocken.

00:19:24: Es braucht so viel Zeit und so viel Hartnäckigkeit dass die Geschichte nicht einfach schnell wieder vom Tisch gefegt wird.

00:19:31: Und es ist noch immer so.

00:19:33: Wir haben jetzt ein Lehrmittel neues geschaffen.

00:19:36: Sie kommt in den Schulbüchern kaum vor.

00:19:39: Kanton St.

00:19:39: Gallen präsentiert sich mit Gallus und Vadyan, dem Gründer und dem Reformator.

00:19:46: Und das sieht ...

00:19:49: Jetzt kommt Bruder Klaus in den Schulbüchern ja auch nicht mehr sehr viel vor, muss man ja auch sagen?

00:19:54: Ja dann gibt es da auch wieder Bedarf!

00:19:56: Aber das ist jetzt ein anderes Thema.

00:19:58: oder das ist das Thema wo wir als Kirche stehen.

00:20:02: Hat man denn, also wenn man so sehr und so intensiv wie Sie jetzt gerade im Jubiläumsjahr aber ich weiß es.

00:20:08: Wir kennen uns schon auch davor wer so engagiert ist ein Projekt aus der Taufe gehoben hat und dann dabei geblieben ist?

00:20:15: Und dann jetzt einer der Höhepunkte hinter sich hat im Mai.

00:20:21: Das jubiliumsjahre.

00:20:23: haben sie denn überhaupt Zeit auch mal nach Sackseln in den Ranft zu schauen?

00:20:28: Haben Sie einen Bezug zu Bruder Klaus?

00:20:32: Ich bin so schon ein paar Mal auch hingepilgert von Stanz aus, jetzt gerade in den letzten zwei drei Jahren nicht mehr.

00:20:41: Aber der Rampf ist für mich vorbildlicher Wallfahrtsort weil er so schlicht geblieben ist weil es so diesen Abstieg braucht und dass ja zu Fuß und grüne Wiesen rund um der Bach, also die das eingebettet sein in diese Natur ist für mich für diesen Eremiten den er war.

00:21:07: Schön, dass es so geblieben ist, dass nicht mit den Souvenir-Ständen oder weiß ich was?

00:21:13: Für Kitsch... Ja!

00:21:18: Es gibt's wohl auch.

00:21:19: ne, kann man auch kaufen.

00:21:22: aber Wagen wir doch trotzdem mal einen Vergleich.

00:21:26: Also es gibt weniger von Viborada, also ich habe vor mir stehen eine Flasche Vibora da Jubiläums Bier.

00:21:31: Es gibt auch Vibrata Merchandise zumindest anlässlich des Jubileumjahres.

00:21:37: aber trotzdem nochmal der Vergleich.

00:21:39: also was wo sind die Parallelen und Wo sind die Unterschiede zwischen Vibrada Inklusin und Bruder Klaus dem Eremiden?

00:21:50: Schon mal in der Wahl der Lebensform, ihre Mitten ziehen sich zurück in die Wälder.

00:21:55: In die Einsamkeit und versorgen sich aber selber.

00:22:00: Inklusinen müssen in Bezug zu einem Kloster einer Kirche sein.

00:22:07: Und die begeben sich total in die Abhängigkeit, in die Versorgung von außen Also auch unsere Vibraderzelle.

00:22:16: Die nachgebaute hat weder Kühlschrank noch Dusche, noch Wasserhahn.

00:22:20: zwar ein Baustellen-Wezel, das gibt es da.

00:22:24: Aber ansonsten ist das ein wesentlicher Teil des Projekts.

00:22:27: ich mache mich von der Versorgung von außen und jedem Wassertropfen mache ich mich abhängig von einem Menschen, der zu mir kommt um mir.

00:22:35: das bringt auch das Brot am Morgen.

00:22:38: Das ist dann ein wichtiger Unterschied diese Lebensform.

00:22:44: Gemeinsamkeit finde ich, dass diese beiden sich als Autoritäten heraus kristallisiert und entwickelt haben.

00:22:53: Es waren beide beratende Persönlichkeiten die man aufgesucht hat.

00:22:59: Verschiedene Menschen haben sie aufgesuchten Und die Vision, also auch von Vibraderberg geschrieben, dass es eine Vision war.

00:23:07: Es heißt so, dass sie beim Salmgebet eingenickt sei das Buch zugeklappt und dass sie dann diesen Ungarn-Einfall gesehen habe.

00:23:18: Und dass man auf die beiden gehört hat... Also die Eidgenossenschaft ließ sich beraten und hat auf den Ratschlapp vom Bruder Klaus gehört unter Abt des Kloster.

00:23:32: Ich meine, das ist ja enorm auf den Ratschlag einer Frau eine Evakuierungspläne auszuarbeiten.

00:23:41: Das muss man sich mal so einsacken lassen.

00:23:45: Es muss dann wirklich ein Charisma gewesen sein und auch eine Persönlichkeitsausstrahlung die so gewirkt hat dass das eben in der Männergesellschaft des Mittelalters ja, dass sie doch so viel Einfluss ausüben konnte.

00:24:01: also War das singulär?

00:24:05: Wie kam es, dass gerade jemand wie Viborada dann so durchschlagenden Erfolg mit ihrer Warnung hatte während doch viele andere Frauen gar nicht wahrgenommen wurden.

00:24:19: Diese Frage kann ich schlecht beantworten.

00:24:23: da wissen wir einfach auch zu wenig... Das können wir nur lesen über die Wirkung oder wie ich sie jetzt vorher geschildert habe, wie das auf Sie gehört wurde.

00:24:36: Was für eine Autorität war!

00:24:39: Auf jeden Fall strahlt sie ja auch heute wieder durch Sie mehr denn je.

00:24:47: Was vermuten Sie?

00:24:47: Es ist jetzt eine gute Zeit um eine Vita von Vibrada in den Mittelpunkt zu stellen.

00:24:57: wird diese Radikalität ein solches Leben zu wählen, obwohl man eben aus Wohlstand kommt.

00:25:10: Was vermuten Sie?

00:25:11: Warum ist da jetzt so eine große Faszination?

00:25:13: Sind ja doch einige tausend Menschen da gewesen und haben sich das angesehen.

00:25:18: Viele haben sich selbst einschließen lassen und sind dann besucht worden.

00:25:22: Es gab große Aufmerksamkeit zu diesem Projekt, auch ich habe darüber schon ein Podcast gemacht.

00:25:29: den Link stellen wir hier ein.

00:25:33: Aber warum jetzt und vielleicht auch warum hier?

00:25:39: Ja, warum hier lässt sich ganz einfach beantworten weil sie hier gelebt hat, weil sie begraben wurde in ihrer Zelle.

00:25:48: Das war dann auch ein blühender Wallfahrtsort bis zur Reformation.

00:25:51: Und dann wurde das unterbunden und die Kirche wurde eine reformierte Kirche, und das ist sie bis heute.

00:26:00: Die Faszination ja erstmal das Fremde eingeschlossen sein wobei so fremd war es ja gar nicht, als wir begannen waren ein Corona-Jahr und das gab Leute die gesagt haben Spintier eigentlich.

00:26:14: Jetzt gibt's Leute, die dürfen zu Hause nicht aus dem Zimmer und hier schließt Leute ein in die Viboraderzelle freiwillig.

00:26:22: aber da ist gerade das Entscheidende dieses Selbstgewälte diese Freiwilligkeit die damit verbunden ist.

00:26:29: Und was dieser einfache Lebensstil?

00:26:33: also wenn die Kinder und Jugendlichen die in Schulklassen kommen sehen da haben diese eingeschlossenen ein acht Liter Tank pro Tag und das reicht, es macht sie hellhörig betroffen fragend oder eine Woche ohne diese elektronischen Geräte zu leben.

00:26:52: Das sind so Dinge.

00:26:55: Und etwas Wichtiges finde ich die Vibrata lebte zwischen zwei Fenstern.

00:27:00: Das ist für mich so ein gutes Bild.

00:27:04: Menschen von heute, wie können wir denn gut leben?

00:27:07: Wie können wir Sinn erspüren in unserem Leben?

00:27:10: und dieses Fenster zur Kirche oder dieses Fenstern zu Gott oder zur eigenen Spiritualität.

00:27:17: Zu einem Du das nicht ich bin, dass kein anderer Mensch ist sondern uns übersteigend.

00:27:23: und das Fenster zum Welt Also eben gerade Weltbezug, Weltoffenheit.

00:27:30: Informationen dürfen reinkommen.

00:27:33: Das finde ich ein großartiges Bild für uns Für die Frage wie kann denn unsere Seele atmen?

00:27:41: Gesund bleiben sich finden vertiefen.

00:27:45: Wie kommen wir zum Wesentlichen?

00:27:49: Jetzt ist ja das Jubiläums Ja es läuft noch aber Jubiläumsaktivitäten, die ihren Höhepunkt hatten am zweiten Mai.

00:27:57: Am Gedenktag haben wir jetzt sozusagen hinter uns.

00:28:02: wenn jetzt aber sich jemand entscheidet und sagt ich möchte jetzt trotzdem mal auf den Spuren der Viborader wandeln was sollte so jemand

00:28:12: tun?

00:28:14: Also in diesem Jahr bis bis einen dreißigsten Dezember gibt es ja noch die Möglichkeit jetzt sich für ein Tag einzutragen.

00:28:25: Man wird da nicht eingeschlossen, sondern bekommt dann den Code für den Türschlüssel.

00:28:31: aber man verpflichtet sich von zehn Uhr bis abends achtzehn Uhr dazu sein wie Viborada.

00:28:37: und dann ist man schon mal in dieser Zelle und da liegt die Vita, da liegt auch das neue herausgekommene Vibrata Bilderbuch für Kinder.

00:28:49: Da sieht man ja wie, was heißt das auf zwölf Quadratmetern zu leben.

00:28:53: Fenster nach außen, Fenster noch innen.

00:28:56: Das ist schon ein gutes Heranspüren.

00:29:00: Also da sind noch Termine frei.

00:29:01: sozusagen Wer der Lust hat einen ganzen Tag zu verbringen kann sich wo melden.

00:29:07: Das ist die Website, vibratoristdar.ch.

00:29:11: Da gibt es ein Bookingcom-System.

00:29:16: Dann sieht man auf der Agenten welche Tage sind noch frei und dann kann man sich dafür anmelden und bekommt dann die Infos.

00:29:23: Und schon ist's geschehen!

00:29:25: Wenn man sich jetzt nicht einschließen möchte aber trotzdem sehen möchte... Wo hat und wie hat Viborada gelebt?

00:29:33: Und man mehr sehen möchte als die Kathedrale von Sankt-Geilen.

00:29:37: Sankteilen ist generell sehenswert, es lohnt sich immer nach Sanktailen zu kommen aber unter der Perspektive VibORADA was würden Sie da empfehlen?

00:29:46: Es laufen in Ausstellungen.

00:29:48: jetzt im Kulturmuseum gibt es eine Ausstellung im Stiftsarchiv Ein Modell, wie es damals ausgesehen haben könnte mit dieser Sankt Mangenkirche.

00:30:03: Diese Zelle, wie man sich das vorstellen kann und da sind auch noch in diesem Jahr Handschriften ausgelegt.

00:30:12: Das eine habe ich noch gar nicht erwähnt, warum wir so klar sagen können sie war keine Legende.

00:30:18: Die Vibrata wurde nach ihrem Tod von einem St.

00:30:21: Galler Mönch in das Professbuch der Sankt Galler-Mönche eingetragen an ihrem Todestag.

00:30:27: Was heißt da?

00:30:29: Im Mai neunhundertzechsundzwanzig wurde ihre Klusin Wieberatt vom Heiden erschlagen.

00:30:38: und dann gibt es noch ein weiteres Buch Ein Gästebuch von der Insel Reichenau.

00:30:45: Und da ist so die These entstanden, dass ein Autograph sogar sein könnte in diesem Gästerbuch weil sie sich da mit ihrer Freundin Rachild eingetragen hat.

00:30:57: das findet sich und ja also die beiden Frauen waren vor der Zeit hier auf der Insellreichenau.

00:31:08: Autograph würde heißen, das lässt dann die Vermutung auch offen, dass sie schreiben konnte.

00:31:16: Also wir haben ja jetzt gesprochen über den Einfluss der Frau auf die Geschichte dieser Stadt und damit auch auf die Geschichte der Schweiz ein Stück weit und Sie haben herausgearbeitet die Aufmerksamkeit nicht so groß ist, wie sie eben Bruder Klaus lange zuteil wurde.

00:31:45: Nun ist es ja beim Bruder-Klaus so dass auch da eine Frau eine wesentliche Rolle spielt nämlich seine Frau Dorothe Wies, die ja über viele oder über lange Zeit ein bisschen übersehen wurde.

00:31:56: das ändert sich jetzt gerade.

00:31:59: Würden Sie sagen, dass dieser Trend auch ein Stück weit von Viborada beeinflusst wurde?

00:32:07: oder ist das generell ein Trend?

00:32:08: Dass es doch jetzt eben eine breitere Perspektive gibt.

00:32:12: Nicht nur eine reine Männer-Sicht?

00:32:14: wie ist da Ihre Sicht?

00:32:18: Es geschieht natürlich schon lange.

00:32:20: über den Feminismus geschehen hier wichtige Dinge in diese Richtung.

00:32:28: Für mich war es ja Vor zehn Jahren ein Anliegen nach Rom zu pilgern für eine Kirche mit den Frauen.

00:32:35: Wir sind von St.

00:32:37: Gallen nach Rom gelaufen und haben dabei im Papst Franziskus deponiert, dass die Männer der Kirche nicht mehr ohne Frauen und über alle Belange der Kirchen diskutieren, nachdenken und entscheiden sollen sondern mit den Frau.

00:32:56: Und dieses Projekt startete wir am Vibrator-Tag und das Vibrata-Projekt war dann wie ein Folgeprojekt.

00:33:03: Für mich war der Fokus wichtig, ich arbeite ja seit dreißig Jahren mit Freude in der katholischen Kirche.

00:33:13: Der Fokus muss für mich immer offen bleiben – Ich will nicht verbeißen in was nicht geht!

00:33:26: langsamer Tempo, dass da in diesen Fragen in der katholischen Kirche halt vorherrscht.

00:33:33: Sondern ich will kreativ und lebendig bleiben!

00:33:37: Und da war für mich dann eben dieses Vibrata-Projekt.

00:33:40: Einerseits geht es weiter um die... die Spur der Frau, aber der Fokus liegt jetzt nicht mehr allein auf der katholischen Kirche sondern einfach in einer ganzen Stadt.

00:33:49: Egal wie sie konfessionell ist eine so berühmte Frau wie die Vibrada nicht im Stadtgedächtnis zu haben ist einfach peinlich!

00:34:00: kann man auch sagen.

00:34:02: Da gibt es einfach zu tun, nicht nur für die katholischen sondern für alle und von daher für mich war das wichtige Einzig der.

00:34:11: das Patriarchat steckt uns allen auch mir noch in so vielen Zellen oder da gibt's noch so viel zu tun.

00:34:18: und ja für mich wäre es entlastend dass der Fokus jetzt sich verschoben hat.

00:34:24: Es gibt noch viel zu tun.

00:34:25: was kommt als nächstes?

00:34:29: Wie meinen Sie von mir oder wem?

00:34:33: Ja, also ich kann mir vorstellen dass das Projekt Viborada weitergeht auch wenn das Jubiläums ja hinter Ihnen liegen wird.

00:34:45: Haben sie noch konkrete Pläne, weil die sich schon sprechen können?

00:34:50: haben Sie vielleicht ein anderes Projekt schon im Kopf um dieses Anliegen dass ihr ja damit verfolgt nämlich mehr Sichtbarkeit für Frauen in der Gesellschaft nicht nur in der Kirche und nicht nur einer katholischen kirche.

00:35:02: Ich könnte mir vorstellen so wie ich sie erlebe.

00:35:05: sie wirken sehr kontrolliert, aber in ihnen arbeitet es die ganze Zeit.

00:35:13: Was kommt als nächstes daraus?

00:35:15: Das Nächste ist dass wir die Vibratorzelle zurückbauen werden, zwanzig-siebenundzwanzig weil wir das Projekt beenden.

00:35:27: Die ökumenische Gruppe hat jetzt sieben Jahre gearbeitet und das meiste war freiwilligen Arbeit.

00:35:35: Wir mussten jedes Jahr auch die Baubewilligung erneuern für diese Zelle.

00:35:40: Und wir haben entschieden, wir als Gruppe hören auf aber wir engagieren uns in diesem Jahr jetzt dafür holen auch eine Künstlerin mit ins Boot oder sogar zwei um die Frage welche Gedenkort könnte da entstehen wo die Zelle stand?

00:36:00: Und für den Fortbestand der Vibratorzelle bräuchte es neue Kraft, bräucht er ein neues Konzept und das ist nicht aufgetaucht.

00:36:07: Alle sagen die Zelle muss stehen bleiben aber dann braucht's dranbleiben oder da braucht's jemand, der sagt ich mache da jetzt was und das gibt es nicht.

00:36:22: Was schade ist!

00:36:25: Frau Eppler, vielen Dank.

00:36:27: wir werden uns trotzdem sicherlich dem Thema weiterzuwenden.

00:36:32: Und ich kann eigentlich nur jedem empfehlen, der sich für Bruder Klaus interessiert und sich auch für Viborada zu interessieren.

00:36:38: Das liegt eigentlich nahe – also für mich lag das nahe und deswegen lag es für mich auch nah, sie heute hier in St.

00:36:42: Gallen zu besuchen.

00:36:43: Vielen Dank, dass Sie mich empfangen haben!

00:36:46: Was wir jetzt noch machen?

00:36:47: Wir gucken uns jetzt noch ein Bild an, hier in Sankt Georg.

00:36:51: Genau, wir gehen in die katholische Kirche, Sankte Georgien.

00:36:54: Da gibt's einen Chorbandbild Und das war für mich auch ein Aha-Erlebnis, sonderngleichen.

00:37:03: Da ist das Herz Jesu in der Mitte und wir sehen Petrus.

00:37:07: Und wir sehen links von Petrus Bruder Klaus und Vibrada nebeneinander beide gleich groß.

00:37:16: Meine These waren schon vorher.

00:37:17: Vibrata hat einen Format eines Bruderclaus Und da hat es einen Künstler aus dem letzten Jahrhundert, in den dreißiger Jahren auch so gesehen.

00:37:27: Das finde ich phänomenal super!

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